Tiefenansicht · Carotinoide
Lutein und Zeaxanthin: Schutzschilde der Netzhaut
Lutein und Zeaxanthin sind Carotinoide — das sind Pflanzenfarbstoffe, die in bestimmten Gemüsesorten und im Eigelb vorkommen. Im menschlichen Auge reichern sie sich in der Makula an, dem gelben Fleck der Netzhaut, der Ort des schärfsten Sehens. Dort bilden sie eine Art natürlichen Filter: Sie absorbieren einen Teil des kurzwelligen blauen Lichts, bevor es die empfindlichen Sinneszellen erreicht.
Gleichzeitig wirken sie als Antioxidantien. Unter oxidativem Stress versteht man einen Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen — reaktionsfreudigen Sauerstoffverbindungen — und den körpereigenen Abwehrstoffen. Solche freien Radikale entstehen vermehrt durch UV-Strahlung, intensive Bildschirmarbeit oder auch Rauch. Lutein und Zeaxanthin helfen, die Netzhautzellen vor einer Überlastung durch diese Verbindungen zu bewahren.
Da der Körper diese Stoffe nicht selbst herstellen kann, sind wir auf die tägliche Aufnahme angewiesen. Grünes Gemüse wie Grünkohl, Spinat oder Brokkoli sind hervorragende Quellen. Wer wenig davon isst oder besonderen Sehbelastungen ausgesetzt ist, etwa durch lange Monitorarbeit oder häufige Abend-Nutzung des Smartphones, kann mit Kapseln aus hochwertigen Präparaten eine gezielte Ergänzung erwägen.
- Ablagerungsort
- Makula (gelber Fleck) der Netzhaut
- Wirkmechanismus
- Blaulichtfilter und Antioxidans
- Bedeutung im Alltag
- Höherer Bedarf bei intensiver Bildschirmarbeit und geringer Gemüseaufnahme
- Daran zu erkennen
- Dunkelgrüne Blätter und gelber EierDotter deuten auf Carotinoid-Gehalt hin