Optimale Arbeitsplatzgestaltung für Ihre Augen
Die Art und Weise, wie wir unseren Arbeitsplatz einrichten, hat direkten Einfluss auf unsere visuelle Ermüdung und allgemeine Körperhaltung. Ergonomie am Bildschirm bedeutet mehr als nur ein bequemer Stuhl — es geht um Lichtverhältnisse, Abstände und die Positionierung der Arbeitsmittel.
Blickpause bietet Ihnen praxisnahe Anleitungen, wie Sie Ihr Büro oder Home-Office so gestalten, dass Ihre Augen auch nach acht Stunden Arbeit entspannt bleiben.
Was Ihren Arbeitsplatz für die Augen gesund macht
Der richtige Monitorabstand
Etwa 50 bis 80 Zentimeter zwischen Ihren Augen und dem Bildschirm. Strecken Sie den Arm aus — Ihre Fingerspitzen sollten den Monitor gerade so berühren. Eine größere Distanz entspannt die Augenmuskulatur, sofern die Schriftgröße ausreichend groß gewählt ist.
Lichtquellen ohne Blendfreiheit
Platzieren Sie den Monitor im rechten Winkel zum Fenster. Tageslicht ist gesund, darf aber nicht blenden. Jalousien und Vorhänge regulieren die Helligkeit. Künstliche Lichtquellen sollten den Raum gleichmäßig ausleuchten und keine harten Schatten auf die Arbeitsfläche werfen.
Neigung und Blickwinkel
Die Oberkante des Monitors sollte auf Augenhöhe oder leicht darunter liegen. Ein zu hoch eingestellter Bildschirm zwingt das Auge, sich weiter zu öffnen, was die Austrocknung fördert. Neigen Sie den Monitor etwa 10 bis 20 Grad nach hinten, um Reflexe zu minimieren.
Die drei Messgrößen, die über entspanntes oder ermüdetes Sehen am Arbeitsplatz entscheiden.
Monitorabstand und Bildschirmhöhe richtig einstellen
Der ideale Abstand
Viele Nutzer sitzen entweder zu nah am Bildschirm oder müssen sich anstrengen, um kleine Texte zu lesen. Ein Abstand von etwa 50 bis 80 Zentimetern wird empfohlen. Testen Sie dies mit dem Armaus-Streck-Test: Wenn Sie Ihren Arm ausstrecken, sollten Ihre Fingerspitzen den Monitor gerade so berühren. Sitzt er näher, verkürzt das die Akkommodationsdistanz und ermüdet den Ziliarmuskel schneller. Eine größere Distanz entspannt die Augenmuskulatur, sofern die Schriftgröße ausreichend groß gewählt ist, um keine Anstrengung zu verursachen.
Höhe und Neigung
Die Oberkante des Monitors sollte sich auf Augenhöhe befinden oder leicht darunter. Ein zu hoch eingestellter Bildschirm zwingt das Auge, sich weiter zu öffnen, was die Austrocknung der Augenoberfläche fördert. Durch einen leicht nach unten gerichteten Blickwinkel bleibt das Lid etwas tiefer, wodurch der Tränenfilm besser geschützt ist. Neigen Sie den Monitor etwa 10 bis 20 Grad nach hinten, um Reflexionen zu minimieren und den natürlichen Blickwinkel zu unterstützen.
Schriftgröße und Skalierung
Ein hoher Kontrast — schwarze Schrift auf weißem Grund — ist für die meisten Menschen am besten lesbar. Vermeiden Sie bunte Hintergründe oder zu feine Schriftarten bei langen Texten. Scheuen Sie sich nicht, die Skalierung in Ihren Einstellungen auf 110% oder 125% zu erhöhen. Je weniger sich Ihre Augen anstrengen müssen, um Details zu erkennen, desto länger bleiben Sie konzentriert und leistungsfähig.
Lichtquellen, Blendfreiheit und Blaulichtfilter
Natürliches Licht und Fensterposition
Direktes Licht von vorne oder Reflexionen von hinten beeinträchtigen die Konzentration. Platzieren Sie Ihren Monitor idealerweise im rechten Winkel zum Fenster. Tageslicht ist zwar gesund, darf aber nicht blenden. Verwenden Sie Jalousien oder Vorhänge, um die Helligkeit im Laufe des Tages zu regulieren — besonders in den frühen Nachmittagsstunden, wenn die Sonne tief steht.
Künstliche Beleuchtung
Künstliche Lichtquellen sollten den Raum gleichmäßig ausleuchten und keine harten Schatten auf die Arbeitsfläche werfen. Eine Schreibtischlampe ergänzt die Raumbeleuchtung, ersetzt sie aber nicht. Achten Sie darauf, dass die Lampe nicht im Bildschirm reflektiert. Eine Farbtemperatur zwischen 3000 und 4000 Kelvin wird für Bildschirmarbeit als angenehm empfunden.
Blaulichtfilter und Bildschirmhelligkeit
Moderne Betriebssysteme bieten integrierte Nachtmodi oder Blaulichtfilter an. Diese verändern die Farbtemperatur des Bildschirms zu einem wärmeren Gelbton, was besonders in den Abendstunden als angenehmer empfunden wird. Auch die Helligkeit des Monitors sollte an das Umgebungslicht angepasst werden. Ein grell leuchtender Monitor in einem dunklen Raum führt schnell zu visuellem Stress und sollte vermieden werden.
Indirektes Licht und warme Farbtemperaturen schonen den Tränenfilm und reduzierenden visuellen Stress.
Ergonomie betrifft nicht nur die Augen, sondern den ganzen Körper
Ein verspannter Nacken kann oft die Ursache für verschwommenes Sehen nach einem langen Arbeitstag sein. Wechseln Sie regelmäßig Ihre Sitzposition und nutzen Sie, wenn möglich, einen höhenverstellbaren Schreibtisch.
Über den Bildschirm hinaus
Haltung wechseln
Ergonomie betrifft nicht nur die Augen, sondern den ganzen Körper. Wechseln Sie regelmäßig Ihre Sitzposition und nutzen Sie, wenn möglich, einen höhenverstellbaren Schreibtisch. Kurze Dehnübungen für Nacken und Schultern verbessern die Durchblutung, was sich indirekt positiv auf die Sehkraft auswirkt. Ein verspannter Nacken kann oft die Ursache für verschwommenes Sehen nach einem langen Arbeitstag sein.
Feuchtigkeit und Luft
Trockene Luft, oft verursacht durch Klimaanlagen oder Heizungen, lässt den Tränenfilm schneller verdunsten. Achten Sie auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 60 Prozent. Regelmäßiges Stoßlüften bringt frischen Sauerstoff in den Raum und reguliert die Temperatur. Ein kleiner Luftbefeuchter oder Zimmerpflanzen können das Raumklima deutlich verbessern.
Ausreichend trinken
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist die Grundlage für einen stabilen Tränenfilm. Wer zu wenig trinkt, trocknet nicht nur den Körper, sondern auch die Augenoberfläche aus. Stellen Sie sich ein Glas Wasser beside den Bildschirm und trinken Sie regelmäßig kleine Mengen. Ergänzend können Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren sowie Lutein und Zeaxanthin als Teil einer ausgewogenen Ernährung oder als Nahrungsergänzung in Kapselform den Alltag unterstützen.
Gehen Sie Ihren Arbeitsplatz Schritt für Schritt durch
Oft sind es die kleinen Justierungen, die den größten Unterschied machen. Blickpause empfiehlt, diese Prüfung alle paar Monate zu wiederholen, da sich Gewohnheiten unbemerkt einschleichen können.
Monitorabstand prüfen
Messen Sie den Abstand zwischen Augen und Bildschirm. Er sollte zwischen 50 und 80 Zentimetern liegen. Nutzen Sie den Armaus-Streck-Test als schnelle Kontrolle.
Bildschirmhöhe anpassen
Die Oberkante des Monitors sollte auf Augenhöhe oder leicht darunter liegen. Neigen Sie den Bildschirm 10 bis 20 Grad nach hinten, um Reflexe zu reduzieren.
Lichtquelle kontrollieren
Platzieren Sie den Monitor im rechten Winkel zum Fenster. Prüfen Sie auf Reflexionen und Blendscheinungen. Nutzen Sie Jalousien, um direktes Sonnenlicht zu regulieren.
Schriftgröße anpassen
Erhöhen Sie die Skalierung auf 110% oder 125%, wenn Texte anstrengend wirken. Nutzen Sie hohen Kontrast und vermeiden Sie zu feine Schriftarten bei langen Texten.
Blaulichtfilter aktivieren
Schalten Sie den Nachtmodus Ihres Betriebssystems ein und passen Sie die Bildschirmhelligkeit an das Umgebungslicht an. Vermeiden Sie grelle Monitore in dunklen Räumen.
Raumluft und Hydration
Halten Sie die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Stoßlüften Sie regelmäßig. Trinken Sie ausreichend Wasser, um den Tränenfilm zu unterstützen.
Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist eine Investition in Ihre langfristige Gesundheit.
Gehen Sie diese Prüfung alle paar Monate durch. Gewohnheiten ändern sich unbemerkt — der Monitor rückt näher, die Schrift wird kleiner, die Raumluft trocknet aus. Mit dieser Checkliste behalten Sie das alles im Blick.
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